#22 "Unsere Würde kann uns niemand nehmen" - im Gespräch mit meiner geliebten Oma
Shownotes
Meine Oma wird dieses Jahr 95 - sie hat zwei Diktaturen erlebt und fünf Kinder geboren und 11 Enkel. Meine Oma fährt immer noch Fahrrad und redet unermüdlich über Frieden und Menschlichkeit. Ihr habt euch diese Folge schon lange gewünscht - da ist sie! Eine sehr spontane und völlig unvorbereitete Podcastfolge mit meiner Oma im Wald sitzend, über Würde und Diktatur, Hühner und Tod redend. Ich wünsche dir wertvolle Inspiration und die Kraft der Würde in deinen Knochen spürbar beim Lauschen unseres Großmutter-Enkelinnen-Gespräch.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen in einer neuen Würde bei Podcastfolge.
00:00:04: Mein Name ist Marietta Ullmann und in meiner Arbeit dreht sich alles rund um die Kraft der femininen Würde, denn ich bin der tiefste Überzeugung dass unsere Würde das Potenzial hat unsere Welt aus dem patriarchalen Angeln zu heben.
00:00:17: und es glaube ich sowas von heute habe Ich einen ganz ganz ganz besonderen Gast in meinem podcast nämlich meine Oma.
00:00:27: Meine Oma ist vierundneunzig und wird dieses Jahr fünfundneinzig Jahre alt.
00:00:30: Das heißt, sie kommt aus dem Jahr, also sie ist geboren im Jahr neunzehntanundreißig!
00:00:36: Sie hat mehrere politische Systeme überlegt.
00:00:39: Sie hat zwei Diktaturen überlegt und den Zweiten Weltkrieg.
00:00:43: Ich habe meine Oma unglaublich lieb und alle die mich schon länger kennen wissen dass meine Omer auch eine ganz besondere Oma war.
00:00:52: Die kann ich aber nicht mehr in ein Podcast einladen, denn sie ist bereits gestorben.
00:00:57: Aber
00:00:58: meine Oma Inge isst heute in unserem Podcast!
00:01:04: Ich habe das gemacht, weil mich viele Menschen darum gebeten haben.
00:01:07: Ich hab immer wieder auch auf Instagram Ausschnitte von Gesprächen mit meiner Oma geteilt und jedes Mal war eine unglaubliche Berührung – und das nicht ohne Grund!
00:01:16: Meine Oma hat viele Jahre und macht sie auch immer noch für den Frieden gesprochen.
00:01:20: Sie hat auf großen Demos gesprochen.
00:01:21: Wir haben zusammen auf Demos gesprochen.
00:01:24: Sie ist eine unglaublich engagierte Frau zum Thema Frieden, Mütter, Gemeinschaft.
00:01:30: Sie hat sich irgendwann mal als die Kirchenhexe bezeichnet, denn meine Oma hat – also ich bin ja in der DDR geboren und meine OMA war immer in der Kirche.
00:01:44: Und wer es nicht weiß, in der DDR bedeutete Kirche was anderes als heute.
00:01:49: das bedeutet eigentlich politischer Widerstand.
00:01:53: Wenn du in einer Kirche warst da war wirklich….
00:01:56: Das war ein politisches Statement!
00:01:59: Wir sprechen dieser Podcast-Folge über gemischte Sachen.
00:02:02: Ich wurde oft gebeten, kannst du nicht eine Podcastfolge mit deiner Oma aufnehmen?
00:02:06: Ich möchte dazu sagen – meine Oma wird fünfundneunzig und ich kann sie nicht immer besuchen und mit ihr große Videos aufnehmen.
00:02:14: Das heißt die Kapazität der Videos ist auch begrenzt!
00:02:18: Du wirst in diesem Gespräch natürlich merken dass wir abschweifen das bestimmte Namenfall in den du vielleicht nichts anfangen kannst.
00:02:24: es ist eben kein normales professionelles Experten-Podcastinterview, sondern es ist ein Gespräch mit meiner Oma.
00:02:33: Ich habe das Gefühl dass das was zwischen meiner Omas und mir dort passiert sehr viele berührt weil es eben so tief ist!
00:02:42: Meine Oma ist eine unglaublich wunderbare Oma für mich.
00:02:45: sie hat mich in vielen Zeiten meines Lebens mit ihrer einzigartigen Kraft unterstützt.
00:02:52: ich bitte darum dass ihr natürlich Verständnis dafür hat, dass es nicht chronologisch geht in diesem Gespräch.
00:03:02: Ja das ist ganz spontan entstanden und am Ende mussten wir auch abbrechen weil ein Gewitter kam.
00:03:09: Es ist ein ehrlich echtes Gespräch mit meiner Oma Inge.
00:03:13: Im übrigen ich trage auch ihren Namen.
00:03:15: mein zweiter Name wissen gar nicht viele ist Ingeborg Und es haben sich immer viele Freundinnen darüber kaputt gelacht.
00:03:21: Marietta Ingeworg.
00:03:23: Ich stehe sowas von zu diesem Namen.
00:03:25: Meine beiden Großmütter hießen Ingeborg, meine eine heißt Ingeborg und die andere verstorbene auch.
00:03:31: Das heißt ich habe ne ordentliche Portion Ingeburg-Großmutterenergie in mir!
00:03:37: Ich freue mich so sehr dass meine Oma im Wurdepipe Podcast ist und ich denke es wird nicht der Letzte gewesen sein.
00:03:45: Ich wünsche dir wohltunde Erkenntnisse, vielleicht auch ein paar berührende Momente beim Lauschen dieses Gesprächs.
00:04:18: Was hatte ich denn geleitet durch all das?
00:04:22: Jetzt geht es da lang, jetzt sagen sie so rum.
00:04:24: Jetzt sagen sie darft.
00:04:26: Weißt du man ist ja erstmal klein und dann nimmt man alles auf was man so was einen entgegen kommt und denkt auch das sortiere ich mal.
00:04:38: Und nicht das gefällt mir nicht!
00:04:40: Ich geh den Weg Ja und dann bin ich eben den Weg gegangen.
00:04:45: Ja und äh...ich dachte mit meinen Brüdern spielen Da auf dem Feld und die Bolzen schießen immer so einen Ball kaputt, wollen den weg haben.
00:04:56: Und dachte ich das gefällt mir nicht.
00:04:59: Mein Bruder sollte nämlich auf mich aufpassen mein Bruder Volker.
00:05:02: Dachte ich ich gehe hier aus dem schönen Platz.
00:05:07: es war ein Innenhof ihr müsst euch vorstellen ein Karre von Häusern Häuser so, Häuserso.
00:05:16: Hier war ein Riesenspielplatz mit einem wunderschönen Brunnen und Geräte-Spielgeräten.
00:05:24: Und wir konnten uns wohlfühlen also.
00:05:28: Aber dachte ich auch mir wird es langweilig mit dreieinhalb ... Ach!
00:05:32: Ich geh mein Fahrrad die von der Arbeit abholen.
00:05:35: Irgendwo wird er ja schon arbeiten.
00:05:37: Ja dann hast du Grammophon mit der Polizei getanzt?
00:05:40: Ja, ich hab Grammophone getanzt.
00:05:44: Ja, und die hatten aber auch... Also ich habe ja das nicht so mitgekriegt.
00:05:49: Einem Spaß mit mir versteht ihr?
00:05:52: Aber irgendjemand hat die Polizei benachrichtigt, hier läuft ein Kind durch die Stadt und ist alleine und sagt, ich gehe mein Vater abholen von der Arbeit!
00:06:07: Ich wusste ja nicht dass man sowas nicht macht und dass mein Vater ihn nicht gleich wieder nach Hause kommen kann wenn ich ihn abhol'n will.
00:06:13: Aber es hätte
00:06:13: ja klappen können.
00:06:14: Das hätte, also es hätte fast geklappt.
00:06:17: Aber es hat nicht so einen Sein!
00:06:18: Ja... aber jetzt drüßt sie ja fünfundneunzig
00:06:21: dieses Jahr?
00:06:22: Ja!
00:06:23: Und was ist denn jetzt wenn du so sagst, was war denn dein Leitsterren durch all die
00:06:29: Zeiten?!
00:06:30: Wenn du hast ja so viel Menschlichkeit bewahrt, Menschen hören dir gern zu.
00:06:35: Was
00:06:35: für viele Menschen
00:06:37: da!
00:06:38: Ich habe mich manchmal überlommen, mein Alter.
00:06:41: Aber ich dachte Ich sag jetzt, ein menschliches Wort.
00:06:47: Diese armen Menschen, ob es meine Schwester war die ihr Mann verloren hat mit vierzig Jahren, ich musste nach Prag und meiner Schwester helfen.
00:06:56: Die war hilflos im Prag ausgesetzt.
00:07:03: Ich habe meine Tante Gertroth betreut.
00:07:10: Weißt du eigentlich das mein Hohengertruth heißt?
00:07:14: Na gut, dann ein größeres Mal.
00:07:15: Die ist
00:07:15: nach Tante Gertrud genannt?
00:07:18: Ja, na klar!
00:07:19: Tante gertrud
00:07:20: sind noch...
00:07:21: Ne, die ist einen Monat vor meiner Geburt gestorben.
00:07:24: Ach das tut mir richtig leid.
00:07:26: Die hätte doch müssen
00:07:27: noch
00:07:27: drei Jahre
00:07:29: leben.
00:07:30: Sind sie drin?
00:07:30: Ist sie
00:07:31: drin?!
00:07:32: Gut, äh, die Tante Kertrud, ähm, ja wie sagt man das, sie war ein bisschen nervös und sie wurde nach Ernstdorf gebracht, weil sie angeblich dummig geworden ist.
00:07:50: Das sind doch nicht
00:07:51: unsere Familie drin!
00:07:53: Deine Mama war auch in einer...
00:07:56: Wie sagte
00:07:56: man damals?
00:07:57: Geistesheilstitte?
00:08:00: Ja, in der Nicht-Geistis.
00:08:04: Die hatte Elektroschocks
00:08:05: bekommen?!
00:08:06: Ja!
00:08:07: Das ist ja furchtbar!
00:08:10: Aber diese Geschichte ist eine andere, die auch so dick voll ist, dass das jetzt im Moment nicht dazu gehört.
00:08:20: So meine ich das!
00:08:21: Nicht abwertend sondern von der Zeit her oder so.
00:08:25: und wo war man stehen geblieben?
00:08:29: Na
00:08:29: ja, dreieinhalb... Was
00:08:30: war dein Leitstern?
00:08:33: Was hat dir die Kraft gegeben, deinen Weg zu gehen mit dieser Menschlichkeit auch wenn es viele Widerstände gab?
00:08:41: Ich meine deine Kinder waren nicht in der FDJ.
00:08:43: Nein!
00:08:44: Das war... das war auch Marietta.
00:08:48: Wir waren beide mit mein Mann Manfred.
00:08:54: wir haben's den Kindern gesagt.
00:08:56: und was auch mein Mann durchhat Ja Die Flucht seiner ganze Heimat verloren.
00:09:04: Seine kleine Liesel, seine Freundin mit Zehen haben die schon beide verliebt und alles ging in alle
00:09:12: Welt.".
00:09:13: Und das war furchtbar!
00:09:15: Und so einen Menschen der so viel durchhat den musste man auffangen oder versuchen, dass da was Neues passiert oder wieder ein innerer Kern da ist?
00:09:33: Und so habe ich versucht, auch seine Freunde zu finden.
00:09:40: Ich hab ja dann die brieflichen Sachen alle gemacht was mein Mann nicht so gerne gemacht hat.
00:09:47: aber damit wir alle zwei Jahre haben wir dann ähm wie nennt man das Freundes treffen von früher gemacht.
00:09:58: Seine Freundschaften von früher alle geholt und haben dort zwei Tage, drei Tage je nachdem immer gefeiert und geperbert.
00:10:09: Es hat kein Ende gefunden bis in die Nacht jeden Abend.
00:10:15: Weil jeder was das Vertriebene musste rausgeschnitten werden.
00:10:20: Also
00:10:20: Opa kam ja
00:10:22: aus Schlesien?
00:10:23: Aus Weiterstorf bei Sohow.
00:10:26: Und das war ja auch deutsch.
00:10:27: ich habe keine Ahnung was es früher war.
00:10:30: sicher war erst mal Polen aber Russland hat sich Ostpolen genommen und die Ostpulen mussten nach Westpolen schlüchten.
00:10:39: Aber wie ist denn das aus deiner Perspektive?
00:10:41: Ich meine ständig verschieben sich Grenzen, ständig ist jemand anderes an der Macht, da geht es das.
00:10:46: das Richtige jetzt...
00:10:47: Ja Wie ist
00:10:48: dann das jetzt?
00:10:50: Meinst du meine Einstellung jetzt oder dieses?
00:10:54: Wir waren ja überfordert mit den Landesgrenzen?
00:10:59: Das ist doch absolut!
00:11:03: Aber wie das gute große Land das so wollte, die haben alles genommen was sie konnten.
00:11:12: Und was würdest du den Menschen jetzt nachten?
00:11:15: Ich hätt' einer Uhrenkelin!
00:11:16: Was würdest Du uns mitgeben?
00:11:18: und Frauen?
00:11:24: Ich sag's mal mit der... ich glaube Gertroth Friedländer kennst Du die, die im KZ war.
00:11:31: Bleibt Menschen.
00:11:33: Diese zwei Worte.
00:11:36: Also Manfred, mein Mann konnte nicht in eine Partei gehen.
00:11:41: Er sagt er hat schon so viel Granaten um sich Pfeifen hören und den Krieg mitgemacht und durch einen Krieg gekommen.
00:11:49: Er kann das nicht!
00:11:50: Nein,
00:11:52: keine Ahnung.
00:11:53: Und da haben sie ihn geduldet, in Ruhe gelassen aber er war ein Außenseiter.
00:12:01: Und Künstler auch noch?
00:12:04: Als
00:12:04: Künstlers fünf Kinder...
00:12:06: Ja, aber ich wollte fünf Kinder haben.
00:12:11: Aber ich wusste doch nicht... Ich wollte sieben!
00:12:15: Marietta!
00:12:16: Du bist ja noch flimmer als ich!
00:12:18: Ja,
00:12:21: da werden die... Es wird ja also ... Als Mama wären dir doch eher Steine in den Weg gelegt In dieser Gesellschaft
00:12:27: Und du trägst ja diese Kleinen Würfelsteinchen, die zu klotzern werden.
00:12:33: Die trägst du dir in dir und weißt nicht wie du die wieder auskürzen solltest.
00:12:45: Ja aber ich meine es wären die Steine in den Weg gelegt.
00:12:47: das war doch nicht leicht für
00:12:48: Kindergrößen?
00:12:48: Nein!
00:12:49: Das war nicht leicht.
00:12:50: Aber... Ich sag jetzt mal wirklich..das klingt ein bisschen... Unser Glaube hat uns geholfen.
00:13:03: Der Leitstern war der Glaube.
00:13:06: Der Glaube
00:13:08: an das Gute, was in jedem Menschen drin ist.
00:13:11: Manche Menschen haben sich verschlossen.
00:13:14: Manchen Menschen sind zu Rohlingen geworden die aber auch mal Empathie hatten.
00:13:20: Verstehst du?
00:13:21: Aber der Zeitgeist oder die Situationen haben dieses verhindert dass dieser Mensch dieses oder jenes aus sich machen konnte.
00:13:34: In meinem Mann, der hätte können noch andere Dinge machen können.
00:13:43: Also noch höherer oder er war so begabt, der hat dir Striche gemacht wie deine Tochter so Striche.
00:13:52: Ach das ist ja fast ein Vogel!
00:13:55: Man erkennt ja den oder so versteht?
00:13:57: Das habe ich immer bewundert weil ich das nicht konnte.
00:14:02: Also Opa ist irgendwie gerade auch mit dabei, oder?
00:14:05: Ja, der ist... Der, der, der.
00:14:06: Hallo Opa!
00:14:08: Ja, ohne weiteres.
00:14:10: also auch dieses Schlaubetal was er hier getankt hat an Mut und Zuversicht Mit denen die hierher kommen unsere Bande, also Bande Und das war für ihn eine Ein Streicheln der Seele.
00:14:36: Ja,
00:14:37: die Natur.
00:14:39: Das heißt der Glaube
00:14:40: an das Gute und die Natur?
00:14:42: Und die Natur!
00:14:44: Das war dir Leidstein.
00:14:46: Wir brauchten keine goldene Kleider, verstehst du?
00:14:51: Wir haben uns beide auch verstanden wenn er auch manchmal gelitten hat
00:15:04: unter den ganzen Systemhalter bildet.
00:15:07: Einmal System und seine richtige Heimat verloren, das Dorf Waltersdorf Und seine Liese.
00:15:17: er war ja schon verliebt oder die beiden mit zehn Jahren.
00:15:20: Aber Oma erinnert dich als er gestorben ist Wir haben ja Opa begleitet als ergestorben is und weißt du noch wir saßen bei ihm.
00:15:27: da war er schon tot.
00:15:29: Kannst du dich dran erinnern?
00:15:30: Da war Opa tot.
00:15:31: Da saßen wir beide am toten Bett, haben ihm die Hand gehalten und da hast du mir erzählt.
00:15:36: kurz bevor er gestorben ist hat der gesagt...
00:15:39: Inge!
00:15:40: Ich liebe dich!
00:15:41: Und das haste mir erzählt?
00:15:43: Und in dem Moment macht Opa an der Waschentut...
00:15:48: Kannst du dich nicht mehr dran erinnern?
00:15:49: Ich kann nicht.
00:15:51: Er hat auch auf dem Sterbe betzt.
00:15:53: Meine Liebe Inge Schwer gesagt, aber er hat's gesagt.
00:15:58: Er hat es gesagt und wir haben ihn begleitet und das ist so wertvoll!
00:16:02: Das ist für mich... Ich sag einfach mal beruhigend gewesen.
00:16:11: also wenn man das so sagen kann das ist keine... Das ist nicht beruhigen, dass man denkt So jetzt ist genug, jetzt ist alles zu Ende Und ihr wart alle da?
00:16:24: Ja, und
00:16:26: wir haben alle gehäuselt.
00:16:27: Wir haben gesungen und die Kinder sind
00:16:28: mit Lampgton zu laufen.
00:16:30: Und die konnten es nicht anders wissen.
00:16:32: aber sie haben mitge... Ich nenne das jetzt mal gefeiert!
00:16:36: Also den Tod.
00:16:38: gefeuert ist jetzt... Die haben ihn gefeiert.
00:16:43: Und ich erinnere mich noch, wir haben Opa so lange zu Hause gelassen wie wir doften.
00:16:47: Achtundvierzig Stunden und dann wurde abgerufen.
00:16:50: Dann
00:16:50: erst!
00:16:50: Und er sollte nicht abgedeckt werden?
00:16:52: Nein!
00:16:52: Wir haben ihn offen
00:16:53: gelassen und
00:16:54: alle sind rumgesungen.
00:16:55: So... und das war für mich auch ja ein Abschied der würdig war, dieses Menschen.
00:17:02: Und
00:17:02: das finde ich gut an unserer Familie!
00:17:04: Wir sind alle ziemlich verrückt und haben alle so manchen Dachstand aber am Ende machen gesone tollen Lachen...
00:17:09: Ja?
00:17:10: ...und pfeifen drauf was der Stadt ist.
00:17:13: Wir haben dafür gekämpft, Opa zu
00:17:14: Hause zu begleiten.
00:17:15: Ja, ja, also ich hätte ihn nie abgeben können.
00:17:20: Nein.
00:17:21: Also wenn wir ein, ich sag jetzt mal unser ganzes Zusammenleben Wir waren ja erst verliebt, verlobverheiratet.
00:17:31: Also das ist ja nicht mit der Heirats-Erste zusammen, sondern wir waren ja vorher zusammen und da hat er seine ganzen Kumpel, seine junge Gemeinde war um uns also unsere junge Gemeinden aber mehr die Jungs, also Wolfgang Meister aber die kennst du?
00:17:52: Jetzt kommt Gewitterung.
00:17:54: Hörst du es?
00:17:56: Das Opa!
00:17:57: Der freut sich jetzt.
00:17:59: Naja, dann ist ja...
00:18:02: Jetzt
00:18:03: guckt nichts.
00:18:03: Was ist das so?
00:18:05: Ich höre es!
00:18:05: Wollt ihr nicht erst mal einpacken?
00:18:07: Ja
00:18:09: wir packen jetzt einen.
00:18:10: Aber
00:18:11: willst du nochmal abschließend sagen was wenn wir sagen also dein Leitstern war der Glaube an das Gute die Natur
00:18:18: und die
00:18:18: Menschlichkeit Und
00:18:19: die menschliche?
00:18:20: Das ist mir ganz wichtig dass jeder Mensch ein Mensch ist.
00:18:25: ich will das nicht wiederholen was die Frau Die Margut.
00:18:31: Und die hat ja auch so Schlimmes durch
00:18:35: usw.,
00:18:36: und ist ein Mensch geblieben, und deshalb waren mit ihrer letzten Worte seit Menschen bleibt Menschen!
00:18:48: Nicht nur durch ihre Aussage sondern es war auch bei mir drinnen.
00:18:53: ich konnte nicht sehen dass es einem ehländisch schlecht geht und dem anderen, der hat seine gewöhnenden Schuhe an.
00:19:01: Verstehst du was ich meine?
00:19:03: Dann bin ich zu dem gegangen, der da saß!
00:19:06: Und ... Ich war immer für die... Ich konnte das nicht anders.
00:19:13: Verstießt
00:19:14: Du?!
00:19:15: Und ich hatte ja genug ... Wie soll man sagen?
00:19:19: Anschauungsmaterial vor mir.
00:19:22: Ich hatte meine Mutti und ich hatte Tante Gertruth.
00:19:24: und dass kleine Arme liesschen
00:19:26: kann.".
00:19:26: Das nächste kanntest du nicht mehr.
00:19:31: Und dieses kleinwüchsige Menschlein, was so wie, ja weiß ich nicht... Sie wurde eben nicht so groß wie wir großen Menschen!
00:19:42: Die war aber so eine nette mit menschliche Seele.
00:19:53: die hat alles gemacht, die ging für Nachbarn einkaufen Und dann hat man sie einmal beschimpft.
00:20:01: Lieschen, du hast mein Pottmanee gestohlen von einer Nachbarin, hat die gesagt und Lies hin, die konnte nur noch sagen es ist doch gar nicht wahr.
00:20:11: so saßt sie immer da.
00:20:13: das kann noch nicht wahr sein.
00:20:15: Das ist doch nicht wahr.
00:20:17: So ist sie geworden und E-Version daraus holen konnten aus diesem Missbrauch der Worte.
00:20:30: Das war eine sehr schwere Arbeit, weil sie so hineingesteckt wurde... Sie war kleinwüchsig und das muss ja die gewesen sein.
00:20:40: Andere stehen ja nicht oder sowas.
00:20:44: Also da könnte ich dir sehr viel auf... Ich weiß sagen und ich habe immer versucht auch in diese Generationen, die so viel gelitten hat.
00:20:59: Ein klein wenig nicht Leichtigkeit sondern Fröhlichkeit vielleicht da reinzubringen.
00:21:08: Das heißt und das ist ich finde dass es eure politische Arbeit gegeben.
00:21:11: ihr war in einer Partei aber... Nicht in der Partie!
00:21:13: Ist doch die wirkliche Partei die Menschheit.
00:21:16: Das war du ganz festrecht.
00:21:19: Ich bin ein Huhn.
00:21:25: Aber ich denke dieser Leidgedanke.
00:21:29: Der
00:21:31: hat uns so, der wurde in uns so nächtig, dass wir nicht anders konnten.
00:21:39: Genau!
00:21:40: Ich kann auch nicht anders.
00:21:41: Siehst du?
00:21:42: Und ich denke seit Menschen und bleibt Menschen sage jetzt nochmal diese Worte und das Wind gebe ich euch jetzt weiter mit auf den Weg wie auch wenn wir zerrissen Kleider an hätten.
00:21:57: Eine Würde kann uns niemand
00:21:59: nähnen.
00:22:00: Ganz genau!
00:22:02: Oder unsere Würde...
00:22:03: Hast du es schön gesagt?
00:22:05: Nanuchin!
00:22:09: So und jetzt klingt's an so gewitternd, wir müssen einpacken.
00:22:12: Jetzt tut allen packen sollen.
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