#13 Trauma als Währung - über Machtmissbrauch im Deckmantel Traumasensibilität
Shownotes
Traumawissen ist Gold wert - und zwar in jedem Bereich unserer Gesellschaft. Es sollte aus meiner Sicht Standard sein, egal in welchem Bereich wir mit Menschen wirken, ein Bewusstsein dafür zu haben, wie wir einen sicheren und damit traumasensiblen Rahmen gestalten können. UND: In dieser Folge möchte ich auf die Schatten der Persönlichkeitsentwicklungsszene eingehen. Wenn wir nämlich über die Wucht eigener Traumafolgen in Konkurenz gehen oder Machtmissbrauch im Deckmantel Traumasesibilität gerechtfertigt wird - dann ist es aus meiner Sicht ganz wichtig, wachsam zu bleiben, wann Wissen um Trauma unsere Würde stärkt - und wann wir Traumadynamiken vielleicht noch vertstärken.
Zu den erwähnten Folgen:
Folge 3: Feminine Würdekraft, Resilienz und Selbstwirksamkeit
Folge 2: Narzisstische Gewalt im Deckmantel Spiritualität
Folge 12: Lebendigkeit und Trauma - im Gespräch mit Dami Charf
Folge 5: Traumafolgen als Identität
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen in meinem Würde bei Podcast.
00:00:06: Mein Name ist Marietta Ullmann und in meiner Arbeit dreht sich alles rund um die Kraft der Würde, denn ich bin der tiefste Überzeugung dass filmniene Würde unsere Welt aus den patriarchalen Angeln heben wird.
00:00:18: Und das glaube ich sowas von!
00:00:21: Ich erinnere Frauen unglaublich gerne an die Kraft ihrer Würde wirklich so schwere Traumerfolgen in sich getragen hat und durch die Erinnerung an ihre Würde, durch die Würderarbeit mittlerweile ein so freutvolles lebendiges Leben führen kann.
00:00:39: Und sie sagte zu mir ich hätte das niemals für möglich gehalten denn die Schatten meiner Vergangenheit haben bis vor ein paar Jahren immer noch mein ganzes Leben dominiert.
00:00:50: Ich höre solche Sätzen natürlich unglaublich gern und es bestärkt mich so sehr weiterzumachen mit dieser Arbeit, denn ich weiß dass wir gerade wenn wir eine schwere Geschichte mit uns rumtragen.
00:01:01: Gerade wenn da nicht alles rosig war in unserem Leben das es manchmal den Anschein hat als würde das immer unser Leben überschatten.
00:01:08: und ich mag die Kraft!
00:01:11: Die Würde im Frauen freisetzt Die Würde, die in uns selbst ist, die wir nirgendwo kaufen müssen.
00:01:17: Die ist nicht irgendwo anders!
00:01:18: Die muss uns niemand beibringen.
00:01:20: Die is immer da und in der Erinnerung an meine Würde – an deine Würde.
00:01:25: An diese klare Präsenz in uns geschieht oft so viel im Leben von Frauen das ich einfach nur dankbar bin dafür.
00:01:35: Ich möchte in dieser Podcast-Folge noch ein bisschen tiefer eingehen auf das Wort und die Haltung der Traumasensibilität, und zwar anschließend an dem Podcast in der letzten Woche, den ich mit Dami scharf aufgenommen habe.
00:01:51: Ich hatte in meinem letzten Podcast die Traume-Expertin Dami Schaf zu Gast und dort sind wir auch an so kritische Aspekte bzw.
00:02:01: hat Dami kritisiert wie Traumersensibilitet mittlerweile genutzt wird – Der Begriff.
00:02:07: Ich habe im Nachhinein festgestellt, dass ich noch nicht ganz differenziert genug darauf eingegangen bin was Dami eventuell gemeint haben könnte beziehungsweise wie ich dazu stehe.
00:02:19: Dami hat dazu natürlich eine andere Sichtweile als ich.
00:02:21: deswegen möchte ich in dieser Podcast-Folge auf meine Sicht dazu eingehen warum ich auch das Wort Traumasensibel nicht mehr so gerne nutze wie ich es einstmals genutzt habe.
00:02:34: Es ist jetzt auch so Unter anderem Germanistik studiert.
00:02:38: Das heißt, ich habe auch eine große Liebe für Sprache, für Sprachnorsen, für verschiedene Worte, für die Ethymologie und für die Herkunft von Wörtern – und ich finde es sehr spannend wie Begriffe sich über eine Zeit verändern können!
00:02:56: Wie neue Aspekte mit in ihre Deutung hineinkommen.
00:03:00: Das geht mir unter anderem auch mit dem Begriff spirituell so, Spiritualität.
00:03:05: Ich habe unter anderem in einem meiner Räuber eine Frau gehabt, die hat lange Zeit spirituelle Sterbe-Begleitung angeboten und hat das Wort spirituell aus ihrem Angebot rausgenommen.
00:03:16: Sie nennt sich jetzt anders – ich weiß es nicht genau wie – aber genau aus dem Grund den ich jetzt beschreiben möchte, ja?
00:03:24: Spiritualität an sich ist ne wunderschöne Sache!
00:03:27: Der Begriff spirituelle Begleitung spirituelles diestas jenes wird auch immer mehr für mich auch, assoziiert mit einer Richtung von Spiritualität.
00:03:39: Habe ich schon mal eine Podcast-Folge gemacht, die ich persönlich nicht mehr vertreten kann?
00:03:47: Dazu gibt es bereits in der Podcastfolge... In dieser Folge möchte ich auf das Wort Traumasensibilität und auch auf den Trend eingehen.
00:03:58: Der rund um das Wort ungesunde Richtung kippt.
00:04:05: Ja, das ist immer wenn Dinge zum Trend werden, mischen sich natürlich verschiedene Aspekte ein und als das Wort Traumasensibilität für mich ins Leben kam.
00:04:13: Das war, als ich meine Ausbedeutung bei Verena König gemacht habe.
00:04:16: Ich war in einer ihrer ersten Runden dabei.
00:04:20: Da hatte das für mich noch einen anderen Klang als heute wo ich an vielen vielen Webseiten und Stellen das Wort traumasensible lese Beigeschmack sich beimischt.
00:04:37: Was meine ich damit?
00:04:38: An sich ist es wunderwunderschön, das möchte ich hier zuallererst in dieser Folge sagen und ich weiß, ich brauche viel Feingefühl in der Folge um nicht in eine Portialisierung zu gehen.
00:04:49: an sich ist wunderbar sogar notwendig dass Trauma-Wissen Normalität wird.
00:04:56: von mir aus könnte das in Schulen gelehrt werden.
00:04:59: Es ist für mich So wichtig, dass wir einen Wissen um Nervensystem haben und Trauma.
00:05:03: Um Neurobiologie!
00:05:05: Um die Abläufe... Und das endlich zum Beispiel Menschen mit Depressionen.
00:05:11: Menschen mit schweren Traumafolgen, die ja nicht sichtbar sind wie z.B.
00:05:14: ein gebrochenes Bein des Beispiels, den ich immer gerne.
00:05:17: Lange Zeit war es wenn du'n gebrochnes Bein hast hatte jeder Verständnis.
00:05:20: Hast Du andere Symptome, die nicht sichtlich sind?
00:05:25: War da noch wenig verstanden?
00:05:26: Ich glaube das ändert sich gerade und wir entwickeln Ein, zumindest in unserer Kultur immer mehr ein Grundverständnis von Traumadynamiken.
00:05:36: Wir entwickeln einen Grundverständniss dafür was eben auch nicht nur Schocktrauma sondern Entwicklungstrauma, Bindungstrauma in uns Menschen für Folgen hat.
00:05:46: Gott sei Dank!
00:05:48: Noch in der Nazizeit gab es dieses furchtbare Buch die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind eine Lehre verbreitet, in der man Babys gleich von Geburt an gar nicht erst zu nahe an die Mutter bringen sollte.
00:06:02: Damit ja nicht erst ne Bindung entsteht und die Folgen davon gerade dieser verletzlichen Phase vorwährend nach der Geburt das ist ja enorm.
00:06:11: mittlerweile haben wir da Eindlück immer mehr ein Verständnis davon und es wandert langsam auch in die Kliniken.
00:06:20: ich bin zum Beispiel auch Notkaiserschnitt Und zu meiner Zeit, ich bin siebenundachtzig geboren, DDR gab es noch nicht so viel Wissen.
00:06:28: was ist für ein Baby bedeutet.
00:06:29: Wenn es im Brutkasten im Inkubator liegt keine Nähe zur Mama hat und das natürlich sein Notkeitserschnitt nicht nur körperliche Folgen für mich hatte sondern eben auch emotionale Folgen psychische Folgen.
00:06:44: Es ist also muss ich hier ganz vorne wegstellen Teil meiner Arbeit, ich meine meine Würdeweibausbildung vermittelt ja nicht ohne Grund.
00:06:53: Traumawissen in egal welchen Bereich du mit Frauen arbeitest.
00:06:58: Denn egal wo wir mit Frauen wirken können wir würde stärken, können wir Resilienz stärken?
00:07:02: Wir müssen nicht Therapeutinnen sein um therapeutisch zu wirken.
00:07:07: Das ist mir ganz wichtig hier von anzustellen Im Sinne der Resilience Forschung die ja die Frage stellt was stärkt Menschen Was trägt dazu bei, dass Kinder die vielleicht unter traumatischen Verhältnissen aufgewachsen sind zu gesunden und robusten Erwachsen heranreifen?
00:07:27: Diese Frage was stärkt uns hat in der Resilienzforschung sag ich mal zu zwei groben Antworten geführt.
00:07:34: Ich habe ja auch schon wiederum eine Podcastfolge zum Thema Resilience aufgenommen.
00:07:39: kannst du gerne rein hören?
00:07:40: wir verlinken das hier unter diesem Unter dieser Folge Die Zwei Hauptfaktoren, die wir sagen können.
00:07:49: Die Resilienz in Menschen stärken ist Selbstwirksamkeit und das Angebundensein an ein Netzwerk.
00:07:59: auch nur eine einzige gesunde Bindungspersonen im Leben eines Kindes Das muss nicht die Eltern sein es müssen nicht mal Verwandte sein Eine Bündnungsperson, die das Gefühl gibt hey ich seh dich Ich lieb dich so wie du bist.
00:08:10: Du bist wertvoll so wie Du bist Kann... ...die Resilience eines Kinders was sonst in Kramatischen Verhältnissen aufwächst extrem begünstigen.
00:08:22: Das Gefühl für Selbstwirksamkeit auf der anderen Seite, genauso!
00:08:26: Wenn wir es so ein bisschen vereigemeinern könnte man sagen die Anbindung an einen Netzwerk bzw gesunde Bindungspersonen ist das was uns besonders Sicherheit gibt.
00:08:36: und das Gefühl der Selbstwirksamkeit, der Autonomie des Gefühls von ich habe Einfluss auf mein Leben.
00:08:42: Gibt'n Gefühl von Freiheit Sicherheit und Freiheit, Wurzeln und Flügel – wenn das im Balance ist.
00:08:50: Dann stärkt es uns!
00:08:52: Dann hilft es mit den Herausforderungen des Lebensresilienten umzugehen.
00:08:56: Traumasensibilität ist vor allen Dingen darauf ausgerichtet, Sicherheit zu erschaffen ja?
00:09:04: Wir wissen traumatisierte Menschen eine der Hauptfolgen von Trauma ist der Verlust von Sicherheit, der Verlußt von empfundener Sicherheit.
00:09:14: Und natürlich, wann wir uns sicher fühlen hat etwas damit zu tun.
00:09:18: Wann unser nerves System sagt Joa!
00:09:21: Wir sind hier sicher und unser Nervensystem ist sehr geprägt von unseren Erfahrungen.
00:09:27: Sind diese Erfahrungen überwiegend dramatisch?
00:09:29: Beziehungsweise gibt es viele Erfahrungen von Unsicherheit, von Trauma.
00:09:35: Kann das dazu führen dass unsere Amygdala der Teil in unserem limbischen System habe ich auch in einer Folge schon erwähnt, der Alarm schlägt bei Unsicherheit.
00:09:47: Dass unsere Amygdala sehr schnell Alarmschläge, dass wir also sehr schnell Gefahr widdern wo ein Nervesystem was keine oder nur wenige Trauma folgen, in sich trägt noch gar nicht überhaupt auf die Idee kommen würde das hier irgendetwas bedrohlich ist.
00:10:02: Das heißt das Empfinden von Sicherheit ist extrem individuell.
00:10:06: jedes Nervesystem hat da eine ganz andere Wahrnehmung Und deswegen kann man nicht pauschal sagen, dieser Ort ist sicher oder nicht sicher.
00:10:15: Das hat ganz ganz viel damit zu tun.
00:10:17: empfinde ich diesen Ort als sicher?
00:10:19: Ich fühle mich zum Beispiel extrem sicher in der Natur Ganz weit ab von der Zivilisation mitten im Wald.
00:10:25: für ich mich sicher.
00:10:26: Deswegen lebe ich im Wald.
00:10:28: Für jemand anderen wäre meine Lebensweise extrem bedrohlich Denn es ist kein Supermarkt in der Nähe Keine Straße.
00:10:34: Im Winter schneit man ein Es ist still Keine Ärzte um die Ecke, das nächste Krankenhaus ist vierzig Minuten entfernt.
00:10:44: Kann für einen Menschen mit einer anderen Prägung als ich extrem bedrohlich sein?
00:10:50: Traumasensibilität hat ja unter anderem den Anspruch... Also ich möchte jetzt hier nicht den Begriff analysieren!
00:10:57: Ich möchte nur sagen, unter andermal Traumasansibilität natürlich den Anspruch ein Bewusstsein rund um Trauma-Dynamiken in egal welchen Bereiche mit Menschen wirken hineinzubringen um Sicherheit ein sicheres Fundament zu schaffen, auch für Menschen mit Traum erfolgen.
00:11:16: Und das ist natürlich unglaublich wichtig!
00:11:18: Ja?
00:11:19: Es ist unglaublich Wichtig dass ich weiß was könnten potenzielle Trigger sein für eine Frau die sexuelle Gewalt erfahren hat.
00:11:26: Es ist Unglaublich wichtig darauf rücksichtzunehmen wenn eine Frau ein Kind bekommt im Kreißsaal Grenzverletzen zu verhalten, auf ihre Wünsche einzugehen.
00:11:38: Das ist alles unglaublich wichtig!
00:11:39: Das Wissen und Trauma ist in jedem einzelnen Winkel dieser Erde wichtig.
00:11:44: Und natürlich ist das Leben leben.
00:11:51: Dinge passieren – wir können das Leben nicht kontrollieren.
00:11:55: Ich kann mich kontrollieren wenn ich zum Beispiel unterwegs bin oder auf Reisen bin ob nichts zwischendurch etwas Unerwartetes passiert.
00:12:04: Und gerade unerwartete Situationen sind ja für Menschen mit schweren Trauma-Folgen potenziell erst mal bedrohlich.
00:12:12: Unser Nervensystem liebt das gewohnte, das was ich kenne ist Sicherheit – dass Unbekannte es potenzielle Erstmal immer bedrohliger.
00:12:19: Deswegen suchen wir ja immer Vertraute abläufe, vertraute Routine, das Vertraut.
00:12:24: Leben ist aber eben nicht immer gradlinig!
00:12:26: Es geschehen Dinge können wir nicht beeinflussen und könnte passieren und ich beobachte, dass das eben auch zum Trend wird.
00:12:37: Das Traumersensibilität verwechselt wird mit wir vermeiden unsere Ängste!
00:12:44: Wir vermeiden Wachstum, wir vermeidern das Leben.
00:12:49: Das bedeutet aber nicht Traumasensibilitet wenn ich mein Leben vermeidend gestalte.
00:12:55: Das ist in bestimmten Phasen des Lebens total wichtig ja?
00:12:59: Wenn schwere Trauma folgen habe.
00:13:02: Wenn es gerade akut ist, dann ist es total wichtig dass Menschen erst mal sich wortwörtlich in Watte packen müssen und es gibt auch Menschen die haben so etwas teilweise ihr Leben lang.
00:13:15: gleichzeitig sitzt in uns sehr viel gesundes.
00:13:20: deswegen fragt ja die Resilienzforschung dieser Lothogenese.
00:13:24: was stärkt uns?
00:13:26: Und ich finde, wir dürfen in dieser Welle aus Traumasensibilität und aufpassen.
00:13:31: was kann Menschen triggern?
00:13:33: Was könnte dazu führen dass es etwas auslöst.
00:13:36: Was kann Verlustängste auslösen?
00:13:38: ist könnte da zu führen das wir vergessen das Gesunde in uns wahrzunehmen denn zum Leben gehört auch mit Trauma folgen ein Bedürfnis nach Freude nach positive Emotionen nach Freiheit, nach Autonomie und Selbstwirksamkeit.
00:13:58: Und indem wir den Fokus nur auf das Erschaffen von Sicherheit legen – auf Kosten….
00:14:06: Das finde ich hier ganz wichtig!
00:14:07: Auf Kosten von Selbstwirksamkeit und Autonomien kippt es für mich in eine Richtung, in der Traumodynamiken eher aufrecht erhalten
00:14:19: werden.".
00:14:22: Ist mir hier ganz wichtig zu differenzieren.
00:14:24: Natürlich ist es wichtig, wenn ich mich zum Beispiel in einer Beziehung befinde und eine Freundschaft... ...ist es wunderbar, wir nehmen aufeinander Rücksicht!
00:14:32: Die Frage ist wie weit geht diese Rückssicht?
00:14:34: Und wie oft behindert ein zu eng gefasster Begriff von Rückslicht das Wachstum jeder einzelnen Person?
00:14:44: Ich möchte dir ein Beispiel geben.
00:14:47: Ich habe eine Frau begleitet, ich nenne sie jetzt Anna und ich kenne solche Dynamiken sehr oft.
00:14:53: Bleib jetzt mal hier bei meiner Klientin, die ich Anna nenne.
00:14:57: Sie hatte eine stark traumatisierte Mutter.
00:15:00: Anna war als sie zu mir kam Mitte zwanzig und ihre Mutter hatte durch Missbrauchserfahrungen in der frühen Kindheit und sehr viele andere Herausforderung starke Trauma-Folgen.
00:15:15: Anna hatte ihr Leben lang gelernt auf ihrem Mutter Rücksicht zu nehmen.
00:15:21: Sie wusste, wenn ich dieses oder jenes tue, dann bringt es meine Mama in Angst.
00:15:26: Wenn ich dieses und er jenes anziehe, sorgt sich meine Mama.
00:15:29: Wenn Ich dieses oder Jenes sage, könnte es meiner Mama
00:15:31: verletzen.".
00:15:31: Das heißt sie war ihr Leben lang gewohnt aufzupassen ihre Mutter nicht zu verletzten Und hatte gelernt auch für ihre Mutter zu sorgen, Parentifizierung In ihrem Mitte.
00:15:46: zwanzig Erwachsenenleben fiel es ihr sehr schwer überhaupt wahrzunehmen was sie selbst eigentlich möchte.
00:15:55: Es fiel überhaupt nicht leicht zu entscheiden, wie möchte ich mein Leben gestalten?
00:15:59: Weil sie hatte ihr Leben lang gelernt, wie lebe ich meinen Leben, mein Zuhause und wie gestalte ich meine Leben um das Trauma meiner Mama herum!
00:16:09: Das stand über allem.
00:16:13: Ihre Selbstwuchsamkeit ist dabei ganz nach hinten gerückt.
00:16:17: dürfen es von.
00:16:18: ich möchte mich entfalten, ich möchte nicht ausprobieren.
00:16:20: Ich möchte auch mal laut sein!
00:16:22: Ich möchte mal Fehler machen und ich möchte auch einmal fröhlich sein.
00:16:26: Stand hinten an um ihre Mutter zu schützen weil zum Beispiel auch Lautstärke und Fröhlichkeit und Wildheit und Toben und Lebendigkeit für die Mutter zu viel war.
00:16:40: Die Dynamik als sie als Anna erwachsen war noch ähnlich.
00:16:44: Sie lebte interessanterweise sehr nah an ihrer Mutter heran und traute sich auch nicht wegzuziehen, aus Angst ihre Mutter zu verletzen.
00:16:51: Sie traute sie auch nicht, ihre Berufswahl auszüben – aus dem Wissen heraus das es für ihre Mutter nicht schön gewesen wäre!
00:16:59: Sie lebten mit Mitte zwanzig ein Leben um das Trauma ihrer Mutter herum.
00:17:05: Die Mutter war sehr belesen rundum Trauma.
00:17:10: Sie wusste sehr viel was Missbrauch für Folgen hatte.
00:17:14: Sie war sehr aufgeklärt und nutzte auch das Wort Traumasensibilität.
00:17:20: Und hier kommt der Punkt!
00:17:23: An dieser Stelle halte ich es für sehr schwierig, die Schwelle zu benennen.
00:17:32: wie weit kann ein Mensch Anspruch haben daran dass ein anderer Mensch seine Bedürfnisse zurückstellt um das eigene Trauma?
00:17:45: zu schützen, beziehungsweise um die eigenen.
00:17:48: Das was der Trigger zum Beispiel auslösen könnte im Inneren zu vermeiden.
00:17:53: Ein Satz der mir noch in Erinnerung geblieben ist den Anna mir damals gesagt hatte war sie also ihre Mutter?
00:18:01: Sie hatte das Trauma.
00:18:03: Sie darf alles.
00:18:07: Dieser Satz zeigt so schön was die Sichtweise von Anna ihr Leben lang auf ihrer Mutter war.
00:18:13: Meine Mama hat das Traum.
00:18:15: Sie darf alles.
00:18:17: Und genau hier sehen wir, wann Trauma auch zu einem Machtinstrument werden kann.
00:18:23: Wenn ein Opfer die Macht hat um andere Menschen zu kontrollieren ist das nicht mehr Traumasensibilität.
00:18:33: Anders Leben war das Vermeiden von Überreaktionen der Mutter.
00:18:38: Andersleben war ein Leben im wahrsten Sinne des Wortes auf Eierschallen laufen und immer auf der Hut sein, wie weit kann ich gehen damit es meiner Mama nicht schlecht geht.
00:18:49: Die Mutter war psychologisch sehr gut informiert sie hatte sehr viel Wissen und Trauma Und Anna fühlte sich jedes Mal schlecht wenn sie irgendetwas getan hat was Freude inhaltete Lebendigkeit Reisen Ausprobieren Wildheit.
00:19:07: Und wahrscheinlich wird dir beim Zuhören klar, was ich meine.
00:19:10: Ich hoffe es zumindest!
00:19:12: Kannst ja mal in dich fühlen, was das in dir auslöst wenn ich diese Dynamik aufzähle?
00:19:40: Auch diese Rücksichtnahme sollte niemals auf Kosten der eigenen Würde passieren.
00:19:48: Denn Anna hatte den Zugang zu ihrer eigenen Würden, zur Selbstermächtigung und ihrem Selbstwertgefühl dadurch hinten angestellt!
00:20:00: Wir verlieren unsere Wurde niemals?
00:20:03: Ich bin nicht der Meinung, dass wir einander unsere Würde nehmen können.
00:20:07: Aber es kann sich manchmal so anfühlen, weil wir den Zugang zu unserer Würde hinten anstellen – weil wir unsere Bedürfnisse auf Kosten unserer Würden hinten anstellen.
00:20:20: auch manchmal ... manchmal... ich betone manchmal im Deckmantel Traumasensibilität.
00:20:28: Und diese Dynamik beobachte ich sehr oft, auch wenn ich mit Taren gearbeitet habe.
00:20:33: Mit Eltern in Frauenkreisen... Habe ich und dazu habe auch schon mal eine Podcastfolge aufgenommen, immer wieder beobachtet das Trauma wie es zu so einer Art Währung wird.
00:20:45: Und wer das schlimmste Trauma hat der bekommt sozusagen den meisten Raum, der bekommt die meiste Aufmerksamkeit.
00:20:52: Das ist hier ganz wichtig dass sich mich gut ausdrücke denn natürlich sollten die Schwächsten in einer Gemeinschaft von der Gruppe gehalten werden.
00:21:01: Und?
00:21:03: Die Mutter von Anna hatte schweres Trauma erlebt!
00:21:07: Aber Anna hatte auch ein eigenes Leben und auch Prägungen.
00:21:12: Und von dieser Geschichte auch eine Traumafolge, nämlich Entwicklungstrauma in sich.
00:21:21: Es sollte aus meiner Sicht nicht dazu führen dass wir unsere Trauma folgen und den Schmerz der damit verbunden ist instrumentalisieren um andere Menschen zu beschämen wenn sie etwas in uns bewusst oder unbewusst, aber in den meisten Fällen unbewusst auslösen.
00:21:45: Trauma und Trauma folgen berechtigen uns nicht dazu, dass wir unsere eigene Verletzlichkeit zur Waffe machen!
00:21:54: Und anderen Menschen das Gefühl geben Sie sein Schuld an unserem Trauma beziehungsweise an unseren Trauma Folgen.
00:22:03: Und es ist hier ganz wichtig... so verschiedenste Trauma folgen.
00:22:08: Es gibt so verschiedene Beziehungen, Dynamiken – ja ich rede hier sehr allgemein!
00:22:13: Vielleicht kann es auch an dem Beispiel von Anna und ihrer Mama erkennen dass es auch sehr fraglich ist inwieweit das totale Zurücknehmen der Mutter überhaupt dienlich war und inwiefern die Traumadynamik durch dieses Extreme zurücknehmen sogar noch aufrechterhalten wurde?
00:22:36: Das Interessante ist ja eine, nehmen wir das Beispiel Verlustangst.
00:22:41: Ein Mensch mit starker Verlusterngst?
00:22:44: Da ist es total wertvoll in der Partnerperson zu sagen hey du ich habe totale Verluste angst!
00:22:49: Es würde mir helfen wenn du unterwegs bist dass du mir schreibst.
00:22:54: Das ist vollkommen in Ordnung wenn man sich solche Regeln ausmacht und es ist auch wertvoll aufeinander rücksicht zu nehmen.
00:22:59: oh ich weiß du hast starke Verlustoßt Angst und vielleicht hat die Partnerperson Der Partnerin, der Partnerin.
00:23:09: Die Partnerinnen und Partner äh Ähnliche Sachen erfahren wie Anna!
00:23:15: Nämlich eine eingeschränkte Autonomie in der Kindheit.
00:23:19: Und für diese Menschen kann es zutiefst einschränken sein jetzt wieder an eine Beziehung zu kommen In der er oder sie sich gar nicht entfalten kann.
00:23:27: und das geführt ich werde ständig kontrolliert und egal was Ich mache löst das bei meiner Beziehungsperson mit meiner Partnerperson Wie auch wenn man das nennen möchte Verlustangst aus.
00:23:38: Das heißt, die Frage ist ja auch ganz oft wenn zwei traumatisierte Menschen aufeinandertreffen entstehen manchmal Dynamiken wie wer hat jetzt das schlimmste Trauma und wer hat den größten Anspruch an Rücksichtnahme?
00:23:52: Und das beobachte ich leider immer häufiger dass sich auf Social Media und in Frauenräumen denen ich teilweise zu Gast sein konnte beobachten Trauma wie eine Art Erwährung wird und wir in Konkurrenztreten, Frauen in Konkurenz treten wer die schlimmsten Trauma folgen hat.
00:24:14: Und wer damit den Anspruch im Raum hat auf die meiste Rücksicht Wenn Frauen also an einem Raum sitzen mit anderen Frauen sich nicht mehr trauen darüber zu sprechen Wie sie ihre Geburt erlebt haben aus Angst.
00:24:27: das ist einer andere Frau Die eine traumatische Geburt erläutert triggern könnte.
00:24:32: Kann das mitunter dazu führen, dass der Austausch verkrampft wird?
00:24:36: Und die Frage ist, dient das der Frau mit ihr traumatischen Geburt wirklich.
00:24:43: Wenn der Kontakt gehemmt ist, wenn wir uns gar nicht mehr trauen frei zu sprechen auch Freude auszudrücken, Lebendigkeit, Humor!
00:24:54: Wenn wir das zurücknehmen aus Angst einander zu verletzen dann wird der Kontakt weniger lebendig und auf Dauer stärkt das auch traumatisierte Menschen nicht, denn wir haben alle – erinnern uns an die zwei Hauptfaktoren von Resilienzstärkung – Bindung.
00:25:13: Also Anbindung an ein Netzwerk, auch nur eine Bindungsperson und Selbstwirksamkeit!
00:25:19: Und wenn Frauen, Menschen, die Trauma folgen in sich tragen erleben dass alle um sie herum angespannt sind aus Angst sie zu verletzen, entsteht ja gar keine Verbindung auf Augenhöhe.
00:25:34: Darauf möchte ich hinaus!
00:25:35: Am Ende hat jeder Mensch – ob mit Trauma folgen oder ohne – ein Bedürfnis nach Verbindung zu anderen Menschen und einer Lebewesen und einem Bedürfen nach Selbstwirksamkeit.
00:25:49: Und indem ich langsam in kleinen Mini-Schritten aber doch langsam und allmählich auch lerne Mit zum Beispiel dem, was ein Trigger in mir auslöst umzugehen.
00:26:03: Langsam!
00:26:04: Da hat jede ihr eigenes Tempo.
00:26:06: Indem ich damit lerne umzugehnen und mein Leben nicht mehr um meine Angst herumleben muss erfahre ich Selbstwirksamkeit.
00:26:15: Das Interessante ist ja dass es posttraumatisches Wachstum gibt Dass es Menschen gibt die nach Krisen, nach Trauma sogar noch gestärkter daraus hervorgehen dass Menschen in Krisen nicht nur gefordert sind und Trauma erfahren, sondern dass sie danach sogar noch klarer, noch bewusster mit sich selbst leben können.
00:26:43: Und diese Perspektive ist auch Teil von Traumasensibilität.
00:26:47: Traumersensabilität sollte aus meiner Sicht nicht dazu führen, das wir davon ausgehen, immer diese Trauma Folgen tragen müssen, sondern dass wir einander auch mit den Augen der Würde anblicken können.
00:27:03: und darauf möchte ich hinaus.
00:27:05: Du kannst dir mal vorstellen du kannst dich zum Beispiel auf wenn du möchtest vor den Spiegel stellen.
00:27:10: oder du machst diese Übungen heute noch mit einer Freundin oder einem geliebten Menschen.
00:27:14: oder du nimmst dir einen Foto von einem geliebenen Menschen und betrachtest diesen Menschen einmal mit Mitleid.
00:27:21: Wenn du dich jetzt vor dem Spiege stellst wie Sieht es aus, wenn du dich mit Mitleid betrachtest.
00:27:33: Und wie ändert sich die Qualität des Blickes?
00:27:38: Wenn du dich selbst oder einen geliebten Menschen mit den Augen der Würde der Ermutigung anblickst!
00:27:47: Wie verändert das die Verbindung zwischen dir und deinem Spiegelbild oder dir und einem geliebten Menschen, wenn Du mit den Augern der Würre und der Ermutigung
00:27:55: blickst?!
00:28:00: Traumalsensibilität sollte aus meiner Sicht nicht dazu führen, dass wir uns mit den Augen des Mitleides ausschließlich angucken.
00:28:06: Achtung!
00:28:07: Ausschließlich.
00:28:08: Natürlich ist Mitgefühl unglaublich wichtig und Mitgefühls auch was anderes als Mitleid.
00:28:14: Und indem wir den Blick aufeinander immer wieder werfen von hey ich gehe davon aus das du echt viel Stärke in dir hast Das du auch mit diesen Krisen umgehen kannst.
00:28:28: Ich weiß dass du stärker bist als deine Trauma-Folgen wiegen.
00:28:34: Indem wir uns mit diesem Blick und dieser Haltung begegnen, lösen wir ineinander auch was aus!
00:28:39: Und Traumasensibilität sollte aus meiner Sicht nicht dazu führen – das Wort sollte nicht so verstanden werden -, dass wir uns nicht mehr ermutigen können, auch Schritte aus dem gewohnten, sicheren manchmal vielleicht sogar auch ungesunden Strukturen herauszuwagen.
00:28:59: Denn das ist ja das, was die Resilienzforschung klar macht.
00:29:03: Auch Kinder aus höchst traumatischen Bedingungen können zu gesunden fröhlichen Erwachsenen heranreifen.
00:29:11: und indem wir diesen Blick auch zulassen heißt es nicht dass wir nicht traumasensibel oder empathisch sind.
00:29:17: Es heißt nur – und ich möchte gerne wieder ein Balance bringen – dass Traumasensibil eben nicht heisst ausschließlich nur auf das Trauma zu blicken und um das Traum herumzuleben, sondern dass das Leben Lebendigkeit bedeutet.
00:29:32: Und dass zum Beispiel auch zum Wetter nicht nur Sonnenschein und nicht nur blauer Himmel gehört oder nicht nur Frühling und Sommer, sondern auch Winter- und Herbst und dass Stürme im Leben kommen werden und dass wir mit diesen Stürmen aber auch wachsen können!
00:29:49: Ich finde es sehr wichtig, dass wir – und dann möchte ich wirklich hier nochmal abschließend sagen – das Verletzlichkeit niemals zur Waffe werden sollte.
00:30:02: Dass wir Sicherheit auf jeden Fall etablieren können auch in Familien, auch in Beziehungen, auch im Miteinander ohne Autonomie zu zerstören auf Kosten der Würde!
00:30:14: Und es ist mir ganz wichtig, Also Anna ist nicht schuld daran gewesen, wenn sie etwas in ihrer Mutter aktiviert hat.
00:30:30: Wir können ein Verständnis dafür haben aber es geht dabei nicht um Schuld!
00:30:37: Das Beispiel was ich mal an einem Podcast gebracht habe Trigger können auch positive Sachen sein.
00:30:42: ja wir stellen unter Trigger uns immer sowas vor wie also einen Auslösereiz wie Benzingeruch, Lautstärke Schlüssel klacken, was auch immer.
00:30:55: Aber Trigger also Auslösereize für traumatische Inhalte die uns wieder aktiviert werden können auch positive Sachen sein wie Lachen!
00:31:04: Wie der Duft einer Blüte.
00:31:06: und es ist jetzt die Frage ob es Opfern von Trauma hilft den Duft von Blüten ihr Leben lang zu vermeiden und ob wir ein Anspruch daran haben, dass zum Beispiel wenn ich in einen Frauenkreis komme keine Blüte mehr in der Mitte liegen weil ich ein Problem mit dem Duft vom Blütern habe.
00:31:26: Das heißt wo ist die Grenze?
00:31:29: Wie weit kann ich bitten?
00:31:30: hey bitte nehmt Rücksicht darauf!
00:31:33: Ich hab grad'n probleme mit dem duft von blüten Und wo fordere ICH?
00:31:38: Wie könnt ihr nur, wie könnte ihr nur Blüten in die Mitte legen?
00:31:42: Ihr wisst doch!
00:31:43: Das mich das triggert.
00:31:45: Und ich finde dass wir Traumasensibilität nicht benutzen sollten um etwas von anderen zu fordern.
00:31:53: und auch hier... Die Schwelle ist sehr sehr ähm.
00:31:59: ja die ist sehr individuell.
00:32:01: Es lässt sich nicht einfach pauschalisieren.
00:32:05: wo liegen die Grenzen von Traumasensibilität.
00:32:07: Wo liegen die Grenzen darin, dass ein Mensch sich an jemand anderen anpasst?
00:32:13: Ja wenn ich gerade eine pflegebedürftigen Angehörige beim Sterben begleite natürlich passe ich mich stark an.
00:32:21: Natürlich passen wir uns stark an.
00:32:22: und eine Frau die gerade ihr Kind bekommt aber das ist eine punktuelle Situation.
00:32:27: auf Dauer wie im Beispiel Anna kann es wiederum in Menschen Schäden hinterlassen und tiefe Spuren hinterlassen, wenn sie ihr Leben um das Trauma einer geliebten Person herumleben müssen.
00:32:39: In dem permanenten Gefühl ich bin schuld, wenn ich etwas in meinem Gegenüber
00:32:43: aktiviere.".
00:32:44: Und das meint für mich nicht Traumasensibilität.
00:32:50: Manchmal werden nämlich auch andere Menschen zum Opfer von traumatisierten Menschen ja?
00:33:00: Ich habe vollstes Mitgefühl mit Annas Mama.
00:33:02: Sie hat Schreckliches erlebt.
00:33:04: Und sie ist in diesem Moment, wo sie ihrer Tochter Autonomie verwehrt hat, eigene Bedürfnisse verwährt hat, gefordert hat, nimmt Rücksicht auf mein Opfer dar, sie nimmt Rüksicht auf meine Trauma folgen – in diesem moment wurde sie auch zur Täterin an Anna und daran erkennen wir dass es immer nicht sehr leicht zu sagen ist wer hat Anspruch an wen und dass auch Trauma folgen, sehr individuell sind.
00:33:30: Und auch manche Traumafolgen nicht sehr sichtbar bzw.
00:33:34: manche Menschen auch ihre Bedürfnisse zurückstellen auf Kosten ihrer Würde.
00:33:42: Das heißt ja wir sollten Trauma unbedingt verstehen.
00:33:49: Sicherheit kreieren für Menschen, Kinder, Babys, Frauen oder Mütter mit besonderen Bedürftnissen und traumatischen Hintergrund?
00:34:00: Aber wir sollten unsere Verletztheit niemals als Machtinstrument nutzen.
00:34:08: Wenn ich Trauma, wenn ich über Trauma in Konkurrenz trete... Wenn die Frage im Raum ist wer hat das schlimmste Trauma und bekommt damit die meiste Aufmerksamkeit?
00:34:19: Dann kippt es für mich!
00:34:20: Und dann ist aus meiner Sicht nicht mehr Trauma sensibel und es auch nicht gesundheitsförderlich denn es hält die Traumadynamik ja quasi aufrecht.
00:34:28: Denn das Trauma steht dann groß im Raum Und ich finde es sehr, sehr schön wenn wir auch wieder das Gesunde die Würde, die Freiheit und die Selbstermächtigung groß im Raum zulassen können.
00:34:45: Wenn da auch Trauma sitzt darf auch Würde im Raum sitzen in jedem einzelnen von uns, in jeder einzelne von uns.
00:34:56: Ich hoffe ich konnte gut rüberbringen was ich damit meine wenn ich sage Traumasensibilität kippt leider auch in eine Richtung, die ich sehr toxisch finde.
00:35:07: Ich habe einfach unglaublich viele Frauen begleitet bei denen das Erfall war, bei dem Machtmessbrauch im deckmante Traumasensibilität geschehen ist und diese Frauen sehr lange darunter litten unter starken Schuldgefühlen dass sie schuld sein an dem Trauma ihres Gegenübers
00:35:26: bzw.,
00:35:27: dass sie ihre Selbstwirksamkeit so weit nach hinten angestellt hatten dass es ihnen kaum noch möglich war, ohne Schuld Freude zu empfinden, Glück zu empfinden, Erfolg zu haben, Freiheit zu emp finden.
00:35:43: Traumasensibilität sollte nicht dazu führen das ich mich schuldig fühle wenn ich glücklich bin.
00:35:47: im Gegenteil Wenn Glück und Freude neben Schwere und Traurigkeit gleichzeitig in einer Beziehung Platz haben kann dann ist aus meiner Sicht eine gesunde Balance.
00:36:02: Ich hoffe, du konntest wertvolles aus dieser Folge mitnehmen.
00:36:06: Ich fände es schön wenn du dich immer wieder an die Übungen erinnerst mal den Unterschied zu spüren.
00:36:12: wie ist es Menschen aus Mitleid zu betrachten und wie fühlt es sich an Menschen in Würde zu betrechten?
00:36:20: Denn ich glaube dass selbst Menschen mit schwersten Traumerfolgen von unserem würdefollen ermutigenen Blick profitieren und dass auch sie an diesen unversehrten Teil in sich erinnern kann.
00:36:34: Wenn du tiefer in all dieses ganze Thema hineintauchen möchtest, wenn du mein Verständnis von Würdearbeit gerne erlernen möchtes, wenn man meinen Wissen weitergeben möchtet, lad ich dich von Herzen ein, Teil meiner Würdeweibausbildung zu sein!
00:36:47: Die nächste Runde startet am XXI.
00:36:51: und bis dahin kannst Du Dich auch anmelden.
00:36:53: Du findest alle Informationen dazu auf meiner Website oder auch auf Instagram.
00:36:58: da spreche ich auch über die Ausbildung.
00:37:01: Es ist mir ein herzliches Anliegen, dass die Würdearbeit in Frauen wach werden lässt, dass sie ihn egal welchen Bereich wandert – in der letzten Runde hatten wir eine Tauchlehrerin, Kosmetikerin, Dulas, Künstlerinnen und Musikerinnen.
00:37:17: Das heißt, egal wo wir mit Frauen wirken kann die Würderarbeit hineinwandern können ohne Therapeutinnen zu sein, therapeutisch wirken indem ihr das gesunde die Würde des Resiliente erinnern stärken und ganz bewusst wach werden lasst.
00:37:38: In diesem Sinne ich wünsche dir einen würdevollen Tag mit möglichst vielen Ressourcen für dich und dein Umfeld.
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